Wie groß ist das Problem mit Diebstahl auf der Baustelle?
Diebstahl auf der Baustelle trifft fast jeden Handwerksbetrieb. Laut BauWatch Crime Report 2024 berichten rund 80 % der befragten Baustellenverantwortlichen von mindestens einem Diebstahl pro Jahr an ihrem Einsatzort. Der geschätzte Schaden für die Baubranche liegt bei mindestens 80 Millionen Euro jährlich, und die Dunkelziffer ist hoch.
Die Zahl allein erzählt aber nur die halbe Geschichte. Ein Zimmerermeister, über den die Deutsche Handwerks-Zeitung berichtete, verlor bei einem einzigen Transporter-Aufbruch drei Handkreissägen, eine Kettensäge und einen Akkuschrauber-Koffer, Schaden rund 4.000 Euro. Teurer als die Geräte ist oft das, was danach kommt: Die Kolonne kann am nächsten Morgen nicht arbeiten, Termine platzen, Ersatz muss eilig und ohne Rabatt beschafft werden, und der Kunde fragt, warum es nicht weitergeht.
Genau das zeigt auch die BauWatch-Umfrage: In 53 % der Fälle lag der Wert des Diebesguts zwischen 585 und 4.650 Euro. Es sind also selten die spektakulären Bagger-Diebstähle, die Betriebe treffen, sondern viele „kleine“ Verluste, die sich summieren. Und weil sie so klein wirken, werden sie oft gar nicht erst systematisch erfasst. Dann fällt erst bei der nächsten Inventur auf, dass schon wieder zwei Bohrhämmer fehlen.
Die gute Nachricht: Gegen die meisten Diebstähle hilft keine teure Hightech-Anlage, sondern Ordnung. Wer weiß, welches Werkzeug wo ist und wer es zuletzt hatte, macht es Gelegenheitsdieben schwer und hat im Ernstfall alle Angaben für Polizei und Versicherung sofort zur Hand. Stand Oktober 2026 sind die folgenden zehn Punkte der beste Einstieg.

