Warum Materialkosten der unterschätzte Gewinnkiller im Handwerk sind
Materialkosten machen in einem typischen Handwerksbetrieb zwischen 30 und 45 Prozent des Umsatzes aus – in Schreinereien sogar noch mehr. Das Fraunhofer-Institut schätzt, dass Betriebe im verarbeitenden Gewerbe ihr Materialeinsparpotenzial im Durchschnitt auf sieben Prozent beziffern. Sieben Prozent klingt wenig – bei einem Materialeinkauf von 200.000 Euro im Jahr sind das 14.000 Euro reiner Gewinn mehr, ohne einen einzigen Auftrag mehr annehmen zu müssen.
Thomas S., Inhaber eines Malerbetriebs mit zwölf Mitarbeitern in Augsburg, hat das selbst erfahren: „Ich habe jahrelang denselben Lieferanten genutzt, weil es bequem war. Als ich anfing, systematisch Preise zu vergleichen und meine Bestellungen zu bündeln, habe ich im ersten Jahr über 8.000 Euro gespart – ohne auf Qualität zu verzichten.“
Das Problem: Viele Betriebe haben keinen Überblick, wie viel Material tatsächlich bestellt, verbaut und verschwendet wird. Zettelwirtschaft, Bestellungen auf Zuruf und fehlende Verbrauchsauswertungen machen es unmöglich, gezielt zu steuern. Wer nicht weiß, wo das Geld hinfließt, kann es auch nicht sparen. Diese 8 Tipps zeigen, wie Sie das ändern.

