Warum Handwerksbetriebe im Visier von Hackern sind
IT-Sicherheit im Handwerk bedeutet: alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die verhindern, dass Unbefugte auf Ihre Betriebsdaten zugreifen, diese verschlüsseln oder stehlen. Für einen Handwerksbetrieb reichen schon wenige gezielte Maßnahmen, um das Risiko drastisch zu senken.
Thomas Berger, Inhaber eines Malereiunternehmens in Stuttgart, öffnete an einem Montagmorgen seine E-Mails wie immer. Ein Anhang mit Betreff „Auftragsbestätigung“ – sah aus wie von einem Stammkunden. Ein Klick später war der Rechner gesperrt, alle Daten verschlüsselt. Die Forderung: 3.800 Euro in Bitcoin. Der Betrieb stand zwei Tage still. Die Geschichte ist typisch: Laut Bitkom-Studie Wirtschaftsschutz 2025 waren 87 % aller deutschen Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten Ziel von Cyberangriffen – Handwerksbetriebe inklusive.
Der Irrtum „Mein Betrieb ist zu klein für Hacker“ ist gefährlich. Ransomware und Phishing-Angriffe laufen automatisiert ab. Hacker suchen sich keine Opfer aus – sie schicken Millionen E-Mails und warten, wer klickt. Kleine Betriebe ohne IT-Abteilung sind dabei besonders verwundbar: Fehlende Schutzmaßnahmen, veraltete Software und einfache Passwörter machen den Einstieg leicht. Und der Schaden ist real: Laut BSI entfielen 2024 über 40 % der gemeldeten Cybervorfälle auf kleine und mittelständische Unternehmen.

